Räte sind beeindruckt

Radwege - Gönninger sind die Ersten. Dreißig andere Schulen in ganz Reutlingen sollen nachziehen


REUTLINGEN-GÖNNINGEN.  »Beeindruckend« - mit einem Wort fasste Ute Naumann die Meinung des Ortschaftsrates zusammen: Was die Gönninger Schule geleistet hat, damit Kinder und Jugendliche mit dem Rad sicherer zum Unterricht kommen, kann als Vorbild gelten. Die Stadt Reutlingen strebt an, ähnliche Projekte an allen 34 Haupt- und Realschulen und Gymnasien mit den Fünft- und Sechsklässlern zu starten (GEA vom 19. März).


In die Planung eines möglichst sicheren, den örtlichen Gegebenheiten angepassten Radwegenetzes sind bei diesem Projekt die Schüler von Anfang an eingebunden. Die Kinder wissen ja am besten, wo es hapert und die Verkehrs- und Straßenbehörden etwas tun müssen. Empfehlenswerte Verbindungsstraßen und Wege in Gönningen sind auf einer handlichen Karte markiert, die Kinder können jedoch mit ihren Eltern eigene Routen ausarbeiten.

Von Schülern bei der Radwegeplanung bemängelte Straßenschäden hat die Stadt zum Teil schon behoben. Um Lücken im Netz zu schließen, soll in der stark befahrenen Lichtensteinstraße das Radeln auf dem Gehweg beim alten Pappenwerk erlaubt werden, ebenso an der Kreuzung gegenüber dem früheren »Paradies«. Eigentlich dürfen nur Kinder bis zehn Jahre die Trottoirs benutzen. Für Achtjährige und Jüngere ist das sogar Pflicht.

»Nicht von heute auf morgen« werden die Schüler ihre Fahr-Gewohnheiten ändern, aber bestimmt mit der Zeit - und dann gibt es hoffentlich weniger Unfälle, betonte Peter Nädele, Verkehrsbeauftragter der Rossbergschule und zugleich Ortschaftsrat. Wichtig ist ihm, dass die Eltern mitziehen und mit ihren Kindern das richtige Verhalten auf den Straßen einüben. (hd)

Reutlinger Generalanzeiger, 4.4.2005